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China enttäuscht Wirtschaftsexperten und ausländische Investoren

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Die erste Europareise des chinesischen Premierministers Li Qiang und seine Rede auf dem „Davos Summer Forum“ dämpften die Erwartungen an die wirtschaftliche Erholung des asiatischen Riesen und mögliche ausländische Investitionen. Die Stimmung wurde durch sein allgemeines Versprechen verschärft, dass Peking eine „pragmatische und effektive Politik“ verfolgen wird, um sicherzustellen, dass sein BIP in diesem Jahr um 5 % wächst.

Mehr als drei Monate sind vergangen, seit die chinesische Nationalversammlung Li Qiangs Ernennung zum Premierminister bestätigt hat – genug Zeit für die neue Nummer zwei des Regimes, seine Befugnisse zu übernehmen und diese Phase mit neuen Initiativen zu beginnen. Der Erfolg hat sich jedoch nicht in seiner internationalen Taufe niedergeschlagen. Weder seine Besuche in Deutschland und Frankreich noch seine Rede zur Eröffnung des Sommer-Davos-Forums in der chinesischen Stadt Tianjin haben die gewünschte Wirkung gezeigt. Ausschlaggebend dafür war das Fehlen konkreter Vorschläge zur Konsolidierung des wirtschaftlichen Aufschwungs des Landes angesichts der US-amerikanischen und europäischen Strategien, die gegen den Abstand spielen und ihn entsprechend begrenzen. Die Situation veranlasste den Politikwissenschaftler und China-Experten Jean-Pierre CabestanOne die neuen Beziehungen zwischen dem asiatischen Riesen und dem Westen als „komplexer, widersprüchlicher und wettbewerbsfähiger als zuvor“ zu definieren.

Cabestan zieht diese Schlussfolgerungen aus Lis Besuchen in Deutschland und Frankreich, da das Ziel der Reise nichts Geringeres als die Kultivierung Europas sei, um eine von den USA angeführte Einheitsfront gegen China zu schwächen. Der französische Politologe äußerte sich skeptisch über das Ergebnis dieser Strategie. „Auf wirtschaftlicher Ebene mag das bis zu einem gewissen Grad funktionieren, aber was die Sicherheit angeht, bezweifle ich das“, sagte der Professor der Hongkonger Baptisten-Universität gegenüber der South China Morning Post.

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